Eintracht Frankfurt hat seine neue Nummer eins gefunden. Der Klub verpflichtet Torhüter Noah Atubolu vom SC Freiburg auf Leihbasis mit einer festen Kaufverpflichtung für die kommende Saison. Die Ablösesumme soll bei 13 Millionen Euro liegen, inklusive einer Leihgebühr fließen insgesamt etwa 15 Millionen Euro nach Freiburg.
Die Verhandlungen gestalteten sich kompliziert, weil sich einige geplante Spielerverkäufe der Eintracht noch nicht realisierten. Daher kann sich der Verein den 23-jährigen deutschen Junioren-Nationalspieler derzeit nur leihweise leisten. Um die DFB-Regeln für eine Leihe zu erfüllen, wurde Atubolus Vertrag in Freiburg, der eigentlich 2027 auslief, zunächst verlängert. Trainer Adi Hütter bestätigte die Verpflichtung und machte klar, dass Atubolu nicht als Nummer zwei geholt wurde.
"Wir haben Noah nicht geholt, um ihn zur Nummer zwei zu machen", sagte Hütter. Ob der Neuzugang schon am ersten Spieltag gegen Union Berlin zwischen den Pfosten steht, ließ der Trainer offen. Er werde diese Entscheidung von Gesprächen mit dem Spieler und Torwarttrainer Jan Zimmermann abhängig machen. Hütter räumte ein, dass die 0:7-Niederlage im Testspiel gegen Brentford der ausschlaggebende Punkt für die Suche nach einem neuen Torwart war.
Weitere Personalien offen
Mit der Verpflichtung Atubolos sind längst nicht alle Baustellen geschlossen. "Genauso wichtig ist noch ein neuer Innenverteidiger", bekannte Hütter. Auch ein weiterer Stürmer wäre wichtig. Sollte Jonathan Burkardt ausfallen, gibt es derzeit keine direkte Alternative mit Bundesligaerfahrung in der Spitze. Burkardt kämpfte zuletzt mit einer Grippe, der Trainer geht aber davon aus, dass sein Torgarant am Samstag dabei sein wird.
Aus Sicherheitsgründen verzichtet Hütter auf Ansgar Knauff, der sich mit Oberschenkelbeschwerden abmelden musste, sowie auf die angeschlagenen Jesper Lindstrøm und Daichi Kamada. Damit wird die Eintracht mit einer ungewöhnlichen Startelf in die Saison gehen, die drei Bundesliga-unerfahrene Profis in der Viererkette und den Liga-Neuling Felix Onyedika im Mittelfeld sehen könnte.
Trotz der personellen Unsicherheiten zeigte sich Hütter zuversichtlich. "Vielleicht sind wir nicht top, top, top vorbereitet. Aber ich bin davon überzeugt, dass wir in der Lage sind, unsere Spiele zu gewinnen", sagte der Österreicher. Gegen Union Berlin gehe es darum, deren physisches und dynamisches Spiel anzunehmen. Die komplette Planung für die anstehenden Spiele findet sich auf unserer fixtures Seite.
Der Saisonauftakt findet am Samstag um 15.30 Uhr beim 1. FC Union Berlin statt. Für die Eintracht beginnt damit eine Phase mit drei Auswärtsspielen in den ersten vier Spieltagen. Die aktuelle Zusammensetzung des Kaders kann unter squad eingesehen werden.
