Eintracht Frankfurt startet mit Noah Atubolu als klarem Torhüter in die neue Bundesliga-Saison. Trainer Adi Hütter hat die Personalie im Tor vor dem Auftakt am Samstag gegen Union Berlin entschieden. Die Adler beenden damit eine Phase der Ungewissheit auf der Torhüterposition, während die Suche nach einem erfahrenen Innenverteidiger vor dem Transferfenster-Ende am Dienstag weiterläuft. Das Team belegt nach der abgelaufenen Spielzeit Platz 8 in der Standings mit 44 Punkten und einer Torbilanz von 61:65.

Wer steht im Tor von Eintracht Frankfurt?

Adi Hütter beendet das Torwart-Karussell und setzt auf Noah Atubolu. Der 24-jährige, 1,90 Meter große Keeper wechselte in diesem Sommer von SC Freiburg nach Frankfurt, nachdem ein geplanter Wechsel in die Premier League nicht zustande kam. Mit 125 Pflichtspielen für Freiburg bringt Atubolu die nötige Erfahrung mit. Seine Konkurrenten haben keine Perspektive mehr: Der 22-jährige Brasilianer Kaua Santos gilt als fehleranfällig und soll den Verein verlassen. Michael Zetterer, 31, steht angeblich vor einem Wechsel zu Leeds United und war für Hütter ohnehin keine Option für die Nummer eins.

Wie steht es um die Defensive?

Die Abwehr bereitet vor dem Saisonstart die größten Sorgen. Nathaniel Brown, Rasmus Kristensen und Aurèle Amenda sind gegangen. Ihre Aufgaben sollen nun von Spielern wie Eleven Baum, Kosugi und Otávio übernommen werden. Auf dem Papier wirkt die neue Verteidigung schwächer als die alte. Ein erfahrener Innenverteidiger wird dringend gesucht, da Nnamdi Collins langfristig verletzt ist. Teamkapitän Robin Koch wirkte in einer 0:7-Testspielniederlage gegen Brentford unsicher. Bereits im vergangenen Januar kassierte die Mannschaft in sieben Pflichtspielen 20 Tore. Arthur Theate gehört trotz gültigen Vertrags derzeit nicht zum Kader. Hütter soll den Abwehrspielern aber mehr Klarheit und Sicherheit geben als die Interimstrainer Dennis Schmitt und Albert Riera.

Was hat sich im Mittelfeld verändert?

Das Mittelfeld wurde deutlich verbessert. Raphael Onyedika, ein nigerianischer Nationalspieler von Club Brugge, und Noël Aséko haben noch kein Bundesligaspiel bestritten, bringen aber mehr Tempo in das Spiel als ihre Vorgänger Ellyes Skhiri und Mahmoud Dahoud. Onyedika wird zu Saisonbeginn als klassische 'Sechs' gesetzt. Oscar Højlund bleibt der einzige zentrale Mittelfeldspieler mit überdurchschnittlicher Dynamik. Der Mittelfeld-Pressing soll intensiver werden. Hütter sagte dazu: "Ich habe alle möglichen Spielerprofile zur Verfügung, um jedem Gegnerprofil zu begegnen." Gleichzeitig äußerte der Trainer, er würde lieber ein oder zwei Spieler weniger im Mittelfeld haben, um an anderen Positionen mehr Optionen zu besitzen.

Welche Pläne gibt es im Sturm?

Der Klub will in den kommenden Tagen einen neuen Top-Stürmer verpflichten. Jonathan Burkardt war zu Wochenbeginn krank, was seine Einsatzfähigkeit für das erste Spiel in Frage stellt. Younes Ebnoutalib ist ein vergleichsweise unerfahrener Angreifer. Daher möchte Eintracht Frankfurt am liebsten Arnaud Kalimuendo zurückholen. Der 24-jährige Offensivspieler soll laut Berichten Interesse an einer Rückkehr signalisiert haben. Sein aktueller Verein Nottingham Forest unter Trainer Oliver Glasner muss dem Wechsel jedoch zustimmen. Aufgrund begrenzter finanzieller Mittel ist ein Leihgeschäft für Kalimuendo, dessen Marktwert auf 25 Millionen Euro geschätzt wird, die wahrscheinlichste Option. Hütter kommentierte: "Und wenn wir dann noch ein bisschen Kleingeld haben und wir vorne was machen können, da wird der Trainer nicht Nein sagen."

Die Adler liegen in der abgeschlossenen Tabelle 45 Punkte hinter dem Meister Bayern München. Der Fokus liegt nun voll auf dem Saisonauftakt gegen Union Berlin, bevor es am 6. September im nächsten Heimspiel gegen den Tabellenneunten FC Augsburg weitergeht. Die aktuelle Kaderübersicht ist auf unserer Squad-Seite zu finden. Die Prioritäten vor Transferende sind klar: ein Innenverteidiger und eventuell ein Stürmer müssen noch gefunden werden, um das Ziel der Rückkehr in den europäischen Fußball zu erreichen.