Eintracht Frankfurt steht vor einem Neuanfang, weil Vorstandssprecher Axel Hellmann die fehlende Haltung, den mangelnden Einsatzwillen und die schwache Führung im letzten Jahr kritisiert. Der 54‑jährige Hellmann betonte am 7. Juli, dass die Mannschaft nach einer Saison mit 8. Platz, 44 Punkten und einer Bilanz von 11 Siegen, 11 Unentschieden und 12 Niederlagen dringend lernen müsse, wieder zusammenzuwachsen.
Was hat zur Krise geführt?
Hellmann erklärt, dass das Team im harten Wettbewerb der Bundesliga schnell an Boden verliert, wenn nicht alle Zahnräder ineinandergreifen. Nach dem Abstieg aus den europäischen Wettbewerben und der Trennung vom spanischen Trainer Albert Riera sah er ein Defizit in Kommunikation und Leadership. Riera sei nicht bereit gewesen, sich mit der Bundesliga und dem Club auseinanderzusetzen – ein Punkt, den Hellmann nach dem Champions‑League‑Finale in Budapest besonders betonte.
Warum ist die Führung der Spieler entscheidend?
Der Vorstandssprecher bemerkt, dass nach dem dritten Platz in der Saison 25/26 viele Spieler glaubten, das Niveau halte sich von selbst. Stattdessen sei ein Mangel an Leadership bei den Führungsspielern sichtbar geworden. Hellmann sagte, er habe zu wenig Führung bei den Profis gesehen, was sich in der jüngsten Form widerspiegelt: die letzten fünf Spiele endeten mit 0 Siegen, 2 Unentschieden und 3 Niederlagen, zuletzt ein 2‑2‑Unentschieden gegen VfB Stuttgart am 16. Mai 2026.
Wie reagiert das Management?
Der Club setzt nun voll auf den Österreicher Adi Hütter, der bereits von 2018 bis 2021 die Eintracht trainierte. Hellmann lobt Hütters „Geschmeidigkeit, Eloquenz und Ausstrahlung“ und meint, er kenne die Punkte, die in der letzten Saison verrutscht waren. Die Vorbereitung beginnt mit Leistungstests am 11. und 12. Juli, gefolgt vom ersten Mannschaftstraining am 13. Juli – ein klarer Versuch, die interne Kultur zu resetten.
Welche Ziele stehen im Fokus?
Eintracht Frankfurt will wieder um die europäischen Plätze kämpfen. Mit 61 Toren erzielt und 65 kassiert liegt die Tordifferenz bei –4, und die Mannschaft liegt 45 Punkte hinter dem Spitzenreiter Bayern München. Hellmann sieht die aktuelle Situation als Lernplattform für alle Beteiligten und hofft, dass die Änderungen im Führungsstil und in der Einstellung das Team wieder nach vorne bringen.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die neuen Impulse die gewünschte Wirkung entfalten und die Eintracht wieder zu einer festen Größe in der Bundesliga wird.
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