Eintracht Frankfurts schwedischer Nationalspieler Hugo Larsson steht vor einem Wechsel in die Premier League. Der 22-jährige Mittelfeldspieler hält sich aktuell in London auf, um mit zwei englischen Klubs über einen Transfer zu verhandeln.

Die Frankfurter haben Larsson die Erlaubnis für die Gespräche erteilt. Für den Vertragsspieler, dessen Arbeitspapier bis 2029 läuft, wird eine Ablösesumme von etwa 25 Millionen Euro erwartet. Crystal Palace ist als einer der interessierten Klubs bestätigt, die Identität des zweiten englischen Vereins bleibt unklar. Ein schneller Deal vor dem Ende des Sommer-Transferfensters ist möglich.

Wie ist die aktuelle Situation bei Eintracht Frankfurt?

Eintracht Frankfurt startete mit einem Unentschieden in die neue Bundesliga-Saison und liegt nach einem Spiel mit einem Punkt auf dem achten Tabellenplatz. Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter, der in diesem Sommer an den Main zurückkehrte, erzielte und kassierte jeweils drei Tore. Im Titelrennen hat man zwei Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter Bayern München. Das nächste Spiel findet am 6. September gegen den Tabellenvierten FC Augsburg in der heimischen Arena statt. Den kompletten Sommerfahrplan finden Sie auf unserer Seite.

Die Adlerträger haben ihr Mittelfeld unter Hütter bereits deutlich umgebaut. Mit Raphael Onyedika von Club Brugge kam ein natürlicher defensiver Mittelfeldspieler, während Noël Aséko die offensivere Option bietet. Larsson selbst traf kürzlich beim 3:0-Testspielsieg gegen Trabzonspor, einem Spiel, das Hütters neue 4-2-2-2-Formation prägte.

Warum könnte Larsson Frankfurt verlassen?

Hugo Larsson entwickelte sich in seinen ersten beiden Jahren in Deutschland zu einem der höchstbewerteten jungen zentralen Mittelfeldspieler der Liga. Seine Entwicklung geriet in der vergangenen Saison jedoch ins Stocken, was sowohl an individuellen Verfügbarkeitsproblemen als auch an den allgemeinen Schwierigkeiten der Mannschaft lag. Berichten zufolge zog Frankfurt bereits im Februar 2025 potenzielle Nachfolger für Larsson in Betracht. Damals gehörte Anton Stach zu den Namen auf der Liste.

Mehrere Premier-League-Schwergewichte hatten in der Folge Interesse an dem Schweden angemeldet. Die aktuelle Verhandlungssituation in London deutet darauf hin, dass ein Abschied nun konkret wird. Die Dynamik der letzten Tage wurde bestätigt.

Was bedeutet ein Verkauf für den Kader?

Ein Transfer Larrsons für die genannte Summe würde Eintracht Frankfurt finanziellen Spielraum für weitere Anpassungen verschaffen. Der Klub hat mit Onyedika und Aséko bereits zwei Spieler für die zentrale Mitte verpflichtet, die unterschiedliche Profile abdecken. Die aktuelle Kaderübersicht zeigt eine breitere Basis in dieser Position als noch vor einem Jahr.

Die Tatsache, dass die Verantwortlichen schon vor über einem Jahr über Ersatz für Larsson nachdachten, unterstreicht die strategische Vorbereitung auf diesen Moment. Ein Verkauf wäre somit keine überraschende Reaktion, sondern Teil einer längerfristigen Planung. Die Mannschaft muss sich nun auf das wichtige Heimspiel gegen den stark startenden FC Augsburg konzentrieren.