Eintracht Frankfurt hat am 9. Juli 2026 offiziell verkündet, dass Sportvorstand Markus Krösche das verlockende Angebot von AC Milan abgelehnt und seinen Vertrag bis 2028 verlängert hat. Die Entscheidung kommt, während die SGE in der Bundesliga auf dem 8. Platz mit 44 Punkten (11 Siege, 11 Unentschieden, 12 Niederlagen) rangiert und zuletzt ein 2‑2‑Unentschieden gegen den VfB Stuttgart (16. Mai) einfuhr.

Warum hat Krösche das Angebot von Milan abgelehnt?

Krösche, 45, erhielt von dem finanzstarken Serie‑A‑Club einen gut dotierten Vertrag als Leiter der sportlichen Abteilung, der laut "kicker" bis zu 40 Millionen Euro über vier Jahre betragen hätte. Trotz des hohen Gehalts und der Aussicht, den gesamten sportlichen Bereich zu leiten, entschied er sich für den Verbleib in Frankfurt. Laut internen Quellen spielte die enge Bindung zum Trainerteam und die laufenden Projekte im Stadion eine größere Rolle als das Geld.

Was bedeutet das für die Eintracht?

Der Verbleib von Krösche sichert Kontinuität in der sportlichen Planung. Er bleibt verantwortlich für die Kaderzusammenstellung, die Nachwuchsförderung und die Transferstrategie, die in dieser Saison bereits 61 Tore erzielt, aber 65 Gegentore kassiert hat – ein Minus von vier. Ohne einen Wechsel muss die SGE nicht für eine Ablösesumme aufkommen, da die Ausstiegsklausel im Sommer 2026 erloschen ist. Das stärkt die finanzielle Flexibilität, während das Team in der Tabelle noch 45 Punkte hinter Bayern München liegt.

Wie reagierten die Verantwortlichen?

Ein Sprecher des AC Milan erklärte gegenüber der "Bild", dass niemand aus Mailand aktiv auf Krösche zugekommen sei. Gleichzeitig betonte der Hauptausschuss von Eintracht Frankfurt, dass nach Rücksprache mit Krösche kein Hinweis auf einen vorzeitigen Abgang vor Ablauf des Vertrags 2028 vorliegt. Auch Sportdirektor Timmo Hardung, der im Falle eines Wechsels mit Krösche nach Mailand gegangen wäre, bleibt in Frankfurt.

Was steht als Nächstes an?

Mit Krösche an Bord kann die Eintracht ihre aktuelle Form (letzte fünf Spiele: DDLLL) analysieren und gezielt Verstärkungen im Sommer‑Transferfenster planen. Die Mannschaft muss die Defensivschwäche, die zu 65 Gegentoren führte, beheben, um im Rennen um die europäischen Plätze wieder aufzuschließen. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die sportliche Leitung die nötigen Impulse gibt, um das Ziel von mindestens einem Top‑6-Platz zu erreichen.