Noah Atubolu ist der neue Stammtorwart von Eintracht Frankfurt. Der 24-Jährige wechselte vom SC Freiburg an den Main und soll die Nachfolge von Kauã Santos antreten, berichtete die FAZ Sportredaktion diese Woche.

Atubolu unterschrieb einen Vertrag, der nach einem Leihgeschäft mit einer Kaufoption in Höhe von schätzungsweise 15 Millionen Euro bis zum 1. Juli 2031 verlängert werden kann. "Für mich ist das hier der richtige Karriereschritt", sagte der Torwart. "Der Schritt war wichtig. Ich will viele, viele Spiele machen." In Frankfurt trifft er auf eine Mannschaft, die nach dem ersten Spieltag mit einem Punkt auf dem achten Tabellenplatz steht. Drei Tore wurden erzielt, drei kassiert. Zum Spitzenreiter Bayern München beträgt der Rückstand zwei Punkte.

Warum verließ Atubolu den SC Freiburg?

Noah Atubolu wurde in Freiburg geboren und durchlief die Jugend des SC Freiburg. Seine Eltern stammen aus Nigeria. In seiner ersten Profisaison bei den Breisgauern absolvierte er 15 Pflichtspiele in Bundesliga, Europa League und DFB-Pokal, ohne ein einziges Tor zu kassieren. Dabei stellte er einen Vereinsrekord von 609 Minuten ohne Gegentor auf und hielt fünf Elfmeter in Folge in der Bundesliga. Dennoch konnte er sich nicht dauerhaft als unumstrittener Nummer eins etablieren. Der Club benannte Mio Backhaus als seinen Nachfolger und gab Atubolu frei. Im August trennte sich der Torhüter zudem von seinem Berater und lehnte ein Angebot von Olympique Marseille ab.

Wie passt er in den aktuellen Kader?

Bei Eintracht Frankfurt wird Atubolu sofort die erste Wahl zwischen den Pfosten sein. Anders als sein Vorgänger muss er sich nicht mit einem konkurrierenden Torhüter um den Platz streiten. Die Eintracht startet mit einigen Verletzungen in die Saison. Ansgar Knauff und Jessic Ngankam sind derzeit nicht einsatzfähig, wie der aktuelle Verletztenstatus zeigt. Der Kader weist nach Ansicht von Beobachtern Risiken in der Offensive und in der Abwehr auf. Sportvorstand Markus Krösche stand deshalb in der Kritik. Der Aufsichtsrat des Vereins unterstützte Krösche jedoch und betonte das Ziel, die besten Bedingungen für eine erfolgreiche Saison zu schaffen.

Am Deadline Day holte die Eintracht keine weiteren Neuzugänge, obwohl Trainer Adi Hütter mehr Qualität forderte. Stattdessen wurden Hugo Larsson mit Kaufpflicht an Fulham, Jean-Matteo Bahoya an Leeds United und Niels Nkounkou an OGC Nice verliehen. Als einziger weiterer Neuzugang neben Atubolu kam der französische Abwehrspieler Lilian Brassier. Die aktuelle Mannschaftsübersicht listet alle verfügbaren Spieler auf.

Was sind Atubolus persönliche Ziele?

Der Torwart wuchs im multikulturellen Freiburger Stadtteil Weingarten auf. Seine Kindheit beschreibt er trotz finanzieller Schwierigkeiten als positiv. Sein großer Traum ist ein Einsatz für die deutsche Nationalmannschaft. "Ich bin hier in Deutschland im Blickfeld", sagte Atubolu. "Für jeden Spieler ist es ein Traum, für Deutschland zu spielen." Zunächst muss er sich bei der Eintracht beweisen. Sein erstes Duell gegen seinen alten Verein steht bereits fest: Am 19. September empfängt Eintracht Frankfurt den SC Freiburg im Waldstadion. Zuvor wartet am 6. September das Heimspiel gegen den Tabellenvierten FC Augsburg, wie der Spielplan ausweist. Die Eintracht will dort den ersten Saisonsieg holen.