Eintracht Frankfurt steht vor dem Verkauf von Ritsu Doan an den saudi-arabischen Klub Al-Ittihad. Die Verhandlungen über eine Ablösesumme von 17 Millionen Euro sind auf der Zielgeraden, mit möglichen weiteren vier Millionen Euro in Boni.
Doan, für den die Hessen erst vor einem Jahr 21 Millionen Euro an den SC Freiburg überwiesen hatten, wird jetzt zumindest 17 Millionen Euro wieder einbringen. Der 28-jährige japanische Offensivspieler war in der vergangenen Saison eine wichtige Stütze. In der Hinrunde der Bundesliga-Saison 2025/26 erzielte er vier Tore und bereitete vier weitere vor. Fünf der sieben Saisonsiege der Eintracht in dieser Phase gingen maßgeblich auf sein Konto. Unter Trainer Albert Riera fand er in der Rückrunde jedoch seltener in die Startformation.
Warum verkauft Eintracht Frankfurt Doan?
Der Verkauf ist für die Eintracht wirtschaftlich dringend notwendig. Der Klub befindet sich in einer finanziell angespannten Lage und benötigt unmittelbare Einnahmen. Die erwarteten 17 Millionen Euro aus dem Doan-Deal stellen eine wichtige Liquiditätsspritze dar. Sportdirektor Markus Krösche muss die Mittel auch nutzen, um den Kader für die laufende Saison zu stabilisieren. Aktuell belegt Eintracht Frankfurt in der Bundesliga den 8. Platz mit einem Punkt aus einem Spiel, bei einem Torverhältnis von 3:3. Die Mannschaft liegt damit zwei Punkte hinter dem Tabellenführer Bayern München. Die nächste Gelegenheit, Punkte zu holen, bietet das Heimspiel gegen den Tabellenvierten FC Augsburg am 6. September, wie der Spielplan zeigt.
Welche weiteren Transferaktivitäten gibt es?
Parallel zu den Verhandlungen um Doan arbeitet Krösche an einer Verstärkung für den Angriff. Ein Leihgeschäft für Arnaud Kalimuendo wird vorbereitet. Der französische Stürmer war bereits in der Vorsaison für die Eintracht aktiv und könnte die Offensive verstärken, zumal mit Ansgar Knauff und Jessic Ngankam derzeit zwei Offensivkräfte verletzt sind. Eine Übersicht über den Personalstand bietet die Kaderübersicht. Für andere potenzielle Abgangskandidaten wie Fares Chaibi, Hugo Larsson oder Jean-Matteo Bahoya liegen dagegen noch keine konkreten Angebote vor.
Was bedeutet der Wechsel für die Saisonplanung?
Der bevorstehende Abschied von Doan erfordert eine Neuordnung im offensiven Mittelfeld. Sein kreatives Potenzial und seine Torwirkung aus der vergangenen Hinrunde müssen kompensiert werden. Die geplante Rückkehr von Kalimuendo wäre ein erster Schritt. Die Mannschaft muss diese Veränderung schnell verarbeiten, um in der Liga Anschluss zu halten. Die aktuelle Tabelle zeigt, dass die Konkurrenz dicht beieinander steht. Die Verletztenliste, die auf der Verletztenseite einsehbar ist, verschärft die Personalsituation zusätzlich. Der Transfermarkt in Saudi-Arabien schließt erst am 12. Oktober, sodass die Eintracht noch etwas Zeit für eventuelle Nachfolgeplanungen hat. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie die Mannschaft unter Albert Riera auf die veränderte Situation reagiert.
