Noah Atubolu hat offen über das Transfer-Drama gesprochen, das ihn im Sommer zu Eintracht Frankfurt führte. Der 24-jährige Torhüter wechselte am Deadline Day von SC Freiburg zunächst auf Leihbasis mit Kaufoption und möglicher Kaufpflicht zur SGE.

Atubolu erklärte diese Woche auf einer Pressekonferenz, die letzten Wochen seien sehr schwierig gewesen. "Es ging so schnell, dass ich gar nicht nachdenken konnte", sagte er über den finalen Transfer. "Ich habe sehr lange auf diesen Moment gewartet. Viele Wochen waren vergangen und ich bin sehr froh nun das zu tun, was ich liebe."

Wie lief der Transfer zu Eintracht Frankfurt ab?

Der Wechsel kam erst in der Schlussphase des Transferfensters zustande. Atubolu hatte zuvor eine Vertragsverlängerung in Freiburg abgelehnt und mit einem Wechsel geliebäugelt. Konkrete Angebote, etwa aus der Premier League, blieben jedoch aus. Da Eintracht Frankfurt die Ablösesumme für einen sofortigen Kauf offenbar nicht aufbringen konnte, einigte man sich auf das Leihgeschäft. Für die SGE ist dies eine wichtige Verstärkung, da Kevin Trapp laut den aktuellen Kaderdaten der einzige etablierte Torwart war. Atubolu feierte sein Debüt bereits am vergangenen Wochenende beim 3:3 gegen Union Berlin.

Was sagte Atubolu über die schwierige Zeit?

Der Nationaltorhüter ließ keinen Zweifel daran, dass der Sommer für ihn belastend war. "Es ist kein Geheimnis, dass die Sachen, die über den Sommer so passiert sind, nicht so genussvoll waren", so Atubolu. Er betonte, dass Dinge passiert seien, "die nicht gehen". Der Keeper trainierte in der Vorbereitung individuell abseits der Mannschaft in Freiburg, nachdem der Club mit Mio Backhaus bereits einen Nachfolger verpflichtet hatte. Atubolu machte klar, dass er mit einigen Vorgängen im Transferfenster "überhaupt nicht einverstanden" sei, ging aber nicht ins Detail.

Welche Rolle spielt Atubolu jetzt bei Eintracht?

Trainer Adi Hütter plant den 22-fachen deutschen U21-Nationalspieler als klare Nummer eins ein. Atubolu bringt Bundesliga-Erfahrung mit und soll der Defensive mehr Stabilität verleihen. In der vergangenen Saison kassierte Eintracht Frankfurt in 34 Spielen 49 Tore. Der neue Keeper zeigte sich begeistert vom Verein: "Das ist ein geiler Verein, den ich sehr mag. Vielleicht in der Momentaufnahme der letzten Saison nicht da, wo er sein sollte." Sein Vertrag bei der SGE läuft zunächst bis zum Ende der Saison 2026/27, mit Optionen für die Zukunft.

Wie geht es für Eintracht Frankfurt sportlich weiter?

Mit Atubolu im Tor will Eintracht Frankfurt die anstehenden Aufgaben angehen. Die Mannschaft steht aktuell mit 4 Punkten aus 3 Spielen im Mittelfeld der Bundesliga-Tabelle. Das nächste Spiel ist ein Auswärtsspiel beim 1. FC Köln am 13. September 2026. Dieses Duell ist traditionell ein intensives Rheinderby. Die Mannschaft von Adi Hütter wird darauf hoffen, mit einer verstärkten Defensive bessere Ergebnisse zu erzielen und sich im oberen Tabellendrittel zu etablieren. Alle anstehenden Termine finden sich auf der Spielplan-Seite.