Eintracht Frankfurt hat den Abgang von Ritsu Doan an den saudi-arabischen Klub Al-Ittihad für eine Ablösesumme von 17 Millionen Euro vereinbart. Damit wurde ein Transfer bestätigt, der nur noch die letzten Formalitäten benötigt.
Der 28-jährige japanische Nationalspieler wechselt damit nach nur einer Saison in Frankfurt weiter. Die Adler hatten Doan im vergangenen Sommer von SC Freiburg für etwa 21 Millionen Euro verpflichtet. Der Verkauf bedeutet einen finanziellen Verlust von rund vier Millionen Euro für den Bundesligisten. Eintracht Frankfurt steht aktuell auf Platz 9 der Bundesliga-Tabelle mit einem Punkt aus einem Spiel.
Warum verkauft Frankfurt Ritsu Doan?
Die Entscheidung, Doan abzugeben, ist eng mit der finanziellen Situation des Vereins verknüpft. Eintracht Frankfurt muss vor dem Ende des Transferfensters Einnahmen generieren. Dieser Druck hat die Transaktion beschleunigt. Gleichzeitig versucht der Club, den Angriff von Trainer Adi Hütter vor der Deadline zu verstärken. Es handelt sich um zwei bedeutende offensive Transaktionen, die parallel abgewickelt werden sollen.
Doans Einfluss im Team hatte im Laufe der vergangenen Saison deutlich nachgelassen. Unter dem damaligen Trainer Albert Riera verlor der Flügelspieler an Bedeutung. In der Hinrunde der Saison 2025/26 war er noch eine zentrale Figur gewesen und hatte vier Tore und vier Vorlagen beigesteuert. Alle acht seiner Scorerpunkte fielen in Frankfurter Siegen. Er war an fünf der sieben Ligasiege der Adler in dieser Phase direkt beteiligt.
Wie entwickelte sich Doans Leistung?
Die Rückrunde zeigte dann einen deutlichen Abfall. Doan erzielte nur noch ein Tor und eine Vorlage. Seine vormals wichtige Rolle schwand. Kicker kommentierte die aktuelle Situation mit den Worten: "nur noch letzte Formalitäten stehen bevor, bevor der 28-Jährige den Wechsel vollzieht".
Eintracht Frankfurt hat in der neuen Saison bisher drei Tore erzielt und ebenso viele kassiert, was eine ausgeglichene Torbilanz bedeutet. Im Titelrennen liegen die Adler zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter Bayern München. Das nächste Spiel findet am 12. September beim FSV Mainz 05 statt, der aktuell auf dem 11. Tabellenplatz steht. Den kompletten Spielplan der Saison finden Sie auf unserer Seite.
Welche weiteren Transaktionen plant Frankfurt?
Neben dem Verkauf Doans arbeitet der Verein an einer weiteren Verstärkung für die Offensive. Eintracht Frankfurt arbeitet an einer zweiten Leihperiode für Nottingham-Forest-Stürmer Arnaud Kalimuendo. Der französische Angreifer hatte in seiner ersten Leihe in der vergangenen Saison sechs Tore in 19 Bundesligaspielen erzielt.
Die ursprüngliche Leihvereinbarung sah eine Kaufoption in Höhe von 27 Millionen Euro vor. Eintracht Frankfurt hat diese Option nicht gezogen und verhandelt nun stattdessen über einen erneuten Leihdeal. Bislang hat der Club für andere Spieler wie Fares Chaïbi, Hugo Larsson oder Jean-Matteo Bahoya noch keine konkreten Angebote erhalten.
Die Mannschaft von Adi Hütter bereitet sich mit der aktuellen Kaderliste auf die anstehenden Aufgaben vor. Der Transfer von Ritsu Doan an Al-Ittihad ist möglich, weil das Transferfenster in Saudi-Arabien über den deutschen Termin hinaus geöffnet bleibt. Eintracht Frankfurt tritt am 12. September 2026 beim FSV Mainz 05 an.
