Eintracht Frankfurt hat mit einem 0:7-Sieg gegen Brentford und einem 11:0-Sieg im Pokal gezeigt, dass die Mannschaft weder fest verankert noch selbstbewusst ist. Trainer Adi Hütter betont die Notwendigkeit, die Defensive zu stärken, insbesondere durch die Verpflichtung von Noah Atubolu, bevor die Transferfrist am 1. September endet.

0:7 gegen Brentford und 11:0 im Pokal

Der 0:7-Sieg gegen den Premierklub Brentford hat die Schwäche der Frankfurter Mannschaft deutlich gemacht. Am darauffolgenden Freitag folgte ein 11:0-Sieg gegen den Oberligaverein St. Tönis im Pokal. Das Ergebnis war zwar ein Rekord, aber die 10:0-Halbzeit führte nur zu einem weiteren Treffer in der zweiten Halbzeit. Die beiden Spiele zeigen, wie schmal der Grat ist, auf dem die Frankfurter Spieler wandeln.

Trainer-Ansatz und Defensive

Adi Hütter hat in der Vorbereitung seriös gearbeitet. In der ersten Halbzeit gegen St. Tönis drückte Frankfurt das Pressing und zerbrach die Abwehrkette des Amateurs. Doch wie das Erarbeitete gegen erstklassige Gegner umsetzbar ist, muss sich noch zeigen. Die ersten beiden Eckbälle sollten zu einer 2:0-Führung veredelt werden, um Widerstände auf dem Spielfeld zu verhindern.

Priorität: Noah Atubolu

Die fragilen Strukturen erfordern eine klare Personalentscheidung. Die Verpflichtung des Freiburger Torwarts Noah Atubolu muss Priorität haben. Michael Zetterer bietet als Nummer 2 nicht den nötigen Rückhalt, und Kauã Santos, ein aus der Fassung geratenes Weltklassetalent, ist ebenfalls nicht die Lösung. Bis zum Ende der Transferperiode am 1. September stehen weitere wichtige Personalien an, manche zeichnen sich schon ab, andere nicht.

Transfer-Fragezeichen

Eine seriöse Chancenbewertung der Eintracht ist erst möglich, wenn klar ist, wer die Mannschaft verlässt, welcher Stürmer und welcher Innenverteidiger noch geholt werden, oder ob noch ein Außenverteidiger dazukommt. Die Bundesliga ist in dieser Saison schwächer als je zuvor, mit den Aufsteiger-Zwillingen Elversberg und Paderborn, dem HSV, der die besten Spieler abhandengekommen ist, und den Traditionsklubs Köln und Schalke, die zwischen Anspruch der Fans und wirtschaftlicher Realität kämpfen.

Fazit

Viel schlechter als Rang 10 kann es für die Eintracht nicht kommen, wenn eine destruktive Atmosphäre vermieden wird. Das sollte gelingen, denn der Trainer heißt nicht mehr Riera, sondern Hütter.